#Polerina

by Rena Süßholz

Polewear: Wer hat Euer Lieblingsset?
© Kal Visuals/ Unsplash

Polewear: Wer hat Euer Lieblingsset?

Damals, vor meiner ersten Kursstunde, war ich richtig aufgeregt. Das ging sogar soweit, dass ich darüber nachgedacht habe, die Schnupperstunde zu stornieren. Vor allem eine Frage trieb mich um:

Was soll ich anziehen?

In der Kursbestätigung war von einem Top und einer Hotpants die Rede und das als es Temperaturen unter dem Gefrierpunkt draußen hatte! Aber unabhängig von dem Gedanken eventuell zu frieren, war die „Pflicht“ so viel Haut zu zeigen, etwas abschreckend. Sobald man über die Anfängerstunden hinaus ist, versteht man aber relativ schnell, dass Poletänzer im sportlichen Sinne, nicht in erster Linie wegen des Sexappeals so kurze Sachen anhaben, sondern weil es schlicht hilft, an der Pole kleben zu bleiben.

Und je höher der Kurs, desto kürzer die Hosen.

Kommen in den Level 1 Kursen die meisten noch in knielangen Radlerhosen, stößt man im Folgekurs bereits überwiegend auf Hotpants, die den Po knapp verhüllen. Tja und wenn es dann in die fortgeschrittenen Kurse geht, sieht vieles einfach nur nach Unterhose aus, was mich zum heutigen Thema führt: Polewear!

Die Anforderungen an das perfekte Pole-Outfit sind vielfältig.

  1. Funktionalität: Es muss genügend Grip bieten, dementsprechend freizügig geschnitten sein, ohne Möglichkeit, dass der Stoff verrutscht und einen Blick auf Dinge freigibt, die PRIVAT sind.
  2. Komfort: Man muss sich in den Sachen wohlfühlen. Es darf nicht kratzen, stinken, zwicken, die falsche Größe sein oder gar einen Ausschlag hervorrufen.
  3. Optik: Es muss mir natürlich selbst gefallen, ist ja klar.

Am Anfang meiner Polestunden habe ich mich in der Sportabteilung eines Kaufhauses eingedeckt. Sobald es jedoch an die Hosen für die höheren Level ging, war Ende Gelände. Slipartige Sporthosen sind nicht im Angebot, da wird man höchstens in der Bikiniabteilung fündig. Was nun? Zwischendurch hatte ich für ein paar hübsche Sport-BHs, schonmal den ein oder anderen Yogashop im Internet konsultiert, aber knappe Hosen? Pustekuchen.

In den vergangenen Jahren hat sich im Internet jedoch eine große Poleshop-Szene entwickelt und darüber hinaus gibt es immer mehr Poledance-Marken, die ihre Ware weltweit anbieten. Bekannte Shops in Deutschland sind u.a.

Polesportshop
Neben Poledance-Stangen, Zubehör, Büchern und anderen Aerial-Artikeln gibt es eine große Auswahl an Poledance-Kleidung. Hierzu gehören verschiedene Shorts, Tops, Legwarmer und komplette Sets. Bekannte Marken wie Dragonfly, Bad Kitty oder RAD Polewear sind ebenso vertreten, wie weniger bekannte Hersteller.

Poleshop
Auch hier findet man so ziemlich alles, was das Polerina-Herz höher schlagen lässt: Stangen, Zubehör, Gripprodukte und eine Rubrik, allein für Polewear. Die Marken sind hier eher unbekannt, trotzdem findet man hier aber auch Teile von RAD Polewear.

Mein aktueller Lieblingsshop liefert aus Griechenland. Dementsprechend lang sind die Lieferzeiten, gleichwohl aber auch die Vorfreude.

Pointout Polewear
Dieser Shop listet unzählige Modelle in den jeweiligen Kategorien: Tops, Bottoms, Leotards, Unitards, Menswear u.ä. Stichwort Leotards: unter diesem Begriff verbirgt sich ein „sexy Badeanzug“, meist mit großen Ausschnitten an den Seiten (!), damit der Halt gewährleistet ist. Das Knifflige bei den Leotards ist, dass man oft nicht perfekt rein passt. Wenn man für Ober- und Unterteil normalerweise unterschiedliche Größen kauft, dann wird’s bei solche einem Suit kritisch. Wer sich dann auch noch vor der Rückabwicklung fürchtet, der sollte Leotards eher gebraucht im Studio-Flohmarkt, kaufen.

Poledancestudio-Flohmarkt
Zugegebenermaßen, gibt es solche Flohmärkte oder “offene Kleiderständer“ nicht in jedem Poledancestudio. Aber wer das Glück hat auf ein solches Angebot zugreifen zu können, sollte die Augen offenhalten. Oft verbergen sich hier wahre Schätze zu moderaten Preisen. Und der unschlagbare Vorteil: man kann alles direkt anprobieren!

Und sonst so?
Via Instagram lassen sich zum Beispiel hippe Sets entdecken, die nur auf einer eigenen Website vertrieben werden – und das meist global. So bin ich eines Tages auch auf Oksapolewear aus Russland gestoßen, die in ihrem eigenem Design mehrere Sets, Bodysuits, Schuhe und Einzelteile anbieten. Genau wie 21g-s aus Asien. Hier muss man aber wegen der Größen besonders achtgeben, da der Schnitt für etwas zierlichere Frauen gedacht ist.

Wo kauft ihr eure Lieblingssets ein?

 

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