#Polerina

by Rena Süßholz

Pole-Community: Poledouble Danz-Froolüüs
© Danz-Froolüüs (links Madeleine, rechts Peggy-Sue)

Pole-Community: Poledouble Danz-Froolüüs

Zu zweit an einer Poledance Stange. Von spontanen Schnapsideen, großen Herausforderungen und Tipps für das Poledouble -Training.

Poledance-Interview mit Danz-Froolüüs

Hinter dem Poledouble Danz-Froolüüs stehen die 28-jährigen Peggy-Sue Albrecht und Madeleine Schnoor. Beide kommen aus Kiel und haben 2017 mit Poledance angefangen.

Wisst ihr noch warum?

Madeleine: Mhm, … vorher habe ich schon ALLES andere getanzt und selbst auch viel unterrichtet, unter anderem bei PureMotion (Polestudio). Na ja, da war es irgendwann naheliegend eine Kollegin im Kurs zu besuchen und sich mal an eine Pole zu hängen. 🙂

Peggy-Sue: Interessant fand ich Poledance schon eine ganze Weile. Wirklich dazu gekommen bin ich eigentlich aus einem Spaß heraus. Zwei Freundinnen sagten, sie wollen eine Schnupperstunde besuchen, da bin ich dann einfach mitgegangen. Begeistert von der Poledancestunde schenkte ich meiner damals besten Freundin ebenfalls eine Schnupperstunde in einem anderem Studio. Wir waren beide hin und weg und blieben dabei.

An den Push nach der ersten Stunde kann ich mich auch noch gut erinnern. Stichwort: Schockverliebt! Wie kam es denn, dass ihr ein Team wurdet?

Peggy-Sue: Kennengelernt haben wir uns in Madeleines Moderndancekurs. Aber so richtig als Poledouble sind wir eigentlich durch einen Scherz zusammengekommen. Zwei Trainer aus unserem Studio konnten ihren Platz als Poledouble bei Steel on Fire nicht antreten und wir sagten: Dann machen wir es. Drei Monate später standen wir zusammen bei unserem ersten Wettkampf auf der Bühne. Seid dem gibt es uns im Doppelpack „Danz-Froolüüs“.

Steel on Fire: Danz-Froolüüs
© Danz-Froolüüs/ Steel on Fire

Double Love: Was war das für ein Gefühl, als zum ersten Mal zu zweit eine Figur an der Stange geklappt hat?

Madeleine: Das Gefühl bei der allerersten Figur die geklappt hat, ist das gleiche, wie bei jedem neuen Trick, der das erste Mal richtig funktioniert. Die Reihenfolge ist in etwa so: Ich bin erst überrascht, dann beeindruckt und letztlich stolz wie Bolle. 🙂

Peggy-Sue: Überraschend ist ja jede Figur beim Poledance, wenn sie das erste Mal richtig klappt. Beim Double ist es noch eine Stufe krasser, da man in den Figuren einfach komplett oder mithilfe der Stange noch eine andere Person mithält. Das ist sehr beeindruckend!

Was sind die Herausforderungen beim Poledouble?

Madeleine: Die größte Herausforderung ist wohl zu vertrauen, nicht nur dem Partner sondern vor allem auch sich selbst, wenn der Partner an einem hängt und auf dich angewiesen ist.
Uuund Schmerzüberwindung
.

Peggy-Sue: Da kann ich mich nur anschließen. Wobei, in unserem Fall ist die größte Herausforderung ein gleiches Outfit zu finden 😀

Würdet ihr sagen, dass ihr generell lieber zu zweit als allein an der Stange rumturnt?

Poledouble: Danz-Froolüüs Lieblingsfigur Peggy-Sue
© Danz-Froolüüs (Lieblingsfigur von Peggy-Sue)

Madeleine: Schwer zu sagen. Ich denke es kommt auf den Tanzstil an, den ich gerade mit der Pole verbinden möchte. Ich tanze gerne einfach nur für mich. Auf der Bühne stehe ich aber definitiv lieber mit Peggy-Sue!

Peggy-Sue: Schwierig, schwierig. Also, ich mag beides. Wenn ich wählen MÜSSTE, würde ich allerdings zu zweit sagen. Denn als Team macht es noch einen Ticken mehr Spaß, da man besser miteinander in Aktion treten kann.

Was ist das Tolle am Double?

Madeleine: Zu zweit hat man von den Figuren her mehr Variationsmöglichkeiten, man kann noch kreativer sein. Auch schauspielerisch ist durch die Interaktion viel mehr möglich.

Peggy-Sue: Das Tolle ist sich immer mehr zu trauen. Die Figuren werden immer komplizierter, da unser Level und unser Vertrauen zueinander wächst. Es ist super die Erfolgserlebisse zu zweit, zu erleben. Auch die Pannen sind viel viel lustiger. 😀

Poledouble: Danz-Froolüüs Lieblingsfigur Madeleine
© Danz-Froolüüs (Lieblingsfigur von Madeleine)

Verabredet ihr euch für eure Sessions oder gibt es bei euch im Studio extra Kurse für das Zweier-Training?

Madeleine: Wir treffen uns meist extra. Aber unser Studio bietet Freetimes und Doublepole-Workshops an.

Wenn ihr nur ab und zu einen Workshop mitmacht und sonst nur zu zweit trainiert: Woher bekommt ihr die Ideen für neue Figuren?

Peggy-Sue: Die Inspirationen holen wir uns durch Videos und Fotos. Meist bei Instagram oder ab und zu auch bei Youtube. Einige Sachen enstehen auch durch spontane Schnapsideen, die dann manchmal tatsächlich funktionieren.

Schnapsideen …

Peggy-Sue: Ja, das läuft dann ungefähr so ab: Madeleine bekommt einen wahnsinnigen Blick in den Augen und sagt mitten in der Figur (während sie an mir hängt): „Ich probiers mal ohne Hände“ ? oder „lass mal los“…

Das klingt lustig, aber auch ein wenig gefährlich. Was sind denn eure Tipps um unverletzt durch die Double Time zu kommen oder auch allgemein?

Madeleine: Am besten immer doppelt so gut warm machen, wie sonst – schließlich muss man auch doppelt so viel an der Pole halten. Außerdem empfehle ich eine Kamera beim Training aufzustellen. Das ist generell gut für Fehleranalysen, aber auch um lustige Fails festzuhalten.

Peggy-Sue: Auf die Wahl des Doublepartners kommt es an. Bei uns ist es so, dass der jeweils Andere auch im privaten Bereich nicht mehr wegzudenken ist. Dies ist ein großer Vorteil im Doubletraining.

Ihr Lieben, vielen Dank für den tollen Einblick in eure Double-Welt 🙂

Poledouble: Danz-Froolüüs
© Danz-Froolüüs
 

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