#Polerina

by Rena Süßholz

Poledance-Vorurteile: Wann hört das endlich auf?
© Drew Hays/ Unsplash

Poledance-Vorurteile: Wann hört das endlich auf?

Hand aufs Herz.

Zählst du zu denjenigen, die überhaupt kein Problem damit haben, ihrem Umfeld vom speziellen Tanz-Hobby zu erzählen und keinerlei Poledance-Vorurteile oder -Vorbehalte kennen? Die auf Instagram (IG) einen öffentlichen Pole-Account pflegen, von der Oma keine Socken, sondern stets das neuste Poledress geschenkt bekommen und die im Büro, statt von kulturellen Wochenendausflügen, lieber von ihrer sexy Workshop-Session erzählen?

Oder bist du eher von der Sorte, die das Hobby mysteriös mit „Aerial Sport“ umschreibt, eine Scheinmitgliedschaft im nächstbesten Fitnessstudio unterhält und dem festen Freund die blauen Flecken mit der eigenen Tollpatschigkeit erklärt?

Wie auch immer deine Strategie aussieht: Du bist nicht allein!

Wie oft muss man sich als Poletänzer Vorurteilen stellen und Sätze anhören wie: „Du strippst? Siehst gar nicht so aus!“, „Um Himmels Willen Kind, das macht man doch nicht.“ oder lapidar: „Geil, zeig mal was.“? Immer noch herrscht die Meinung, dass nackig an einer Stange rumzutänzeln kein Sport sei.

Wohl aber ein Affront gegen den Feminismus.

Abgesehen davon, dass Poledance im Polestudio anders ist als der Stangentanz im Club, sei gesagt, dass die Bewegungen an der Pole zwar bestenfalls easy going aussehen, in Wahrheit aber super anstrengend sind. Selbst fünfminütiges „rumtänzeln“ ist schweißtreibend. Sein eigenes Körpergewicht für einen Trick oder Spin hochzustemmen und zu halten ist Schwerstarbeit. Die Fußzehen pausenlos zu strecken und die Körperspannung zu halten ist alles andere als leicht.

Viele üben den SPORT für sich aus, möchten sich schön und sexy fühlen, selbstbewusster werden. Klar, der ein oder andere aus dem Kurs trainiert eher für seine IG-Follower. Und professionelle Tänzer verdienen damit Geld.

Jeder eben so, wie es für ihn am besten passt.

Warum muss man sich heutzutage noch für gezeigte Haut und sinnliche Bewegungen rechtfertigen? Sensibilisiert durch Metoo, dürfte doch auch nun dem letzten klar sein, dass knappe Outfits nicht unbedingt eine Einladung sind, sondern Ausdruck von Individualität und Selbstbestimmung.

An dieser Stelle ist einfach mal Respekt angesagt! Meine Meinung.

Wie siehst du das?

 

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