#Polerina

by Rena Süßholz

Poledance Stange: static, spinning, flying
© Frank Eiffert/ Unsplash

Poledance Stange: static, spinning, flying

Ein Klassiker unter Polerinas ist die Frage nach der bevorzugten Stangeneinstellung. Trainierst du lieber an einer statischen Pole oder darf sie sich drehen? Für fortgeschrittene Akrobaten kommt dann noch eine weitere Stufe hinzu: die Flying Pole! Aber der Reihe nach.

Meine allererste Poledance-Stunde begann mit einer statischen Stange. Das war schon aufregend genug. Plötzlich hatte man ernsthafte Zweifel an seiner Koordinationsfähigkeit, Stichwort Body Waves, und fühlte sich auf einmal unendlich schwach. Für die ersten Spins musste man enorm viel Schwung holen, um überhaupt den Ansatz einer Runde zu schaffen.

Kurz vor dem Cool-down meinte dann die Trainerin: „Für die, die sich schon immer gefragt haben, wie die Mädels es schaffen sich pausenlos und mit Leichtigkeit um die Stange zu drehen, hier die Auflösung. Es gibt noch einen weiteren Modus.“ Okay. Hörte sich zunächst nach einer Erleichterung an. Muss man schließlich nun nicht mehr krampfhaft in Drehung bleiben.

Wie es sich herausstellte, war der Spinning-Modus leider doch nicht die erwartete Vereinfachung.

Einmal unbedarft Schwung geholt und zack auf dem Boden gelandet. Die richtige Dosierung an Schwung lernt man nur nach und nach. Was erst spät kommt ist die Kraft sich auch zu halten. Mittlerweile kann ich einhändige Drehungen an der Spinning Pole, doch zu Beginn, wo es einem an allem fehlt, zerren die Zentrifugalkräfte am Körper und man lässt schneller los, als einem lieb ist.

Wie muss das wohl an einer Flying Pole sein?

Die höchste Schwierigkeitsstufe, da sich die Pole in der Luft befindet. Am oberen Ende hängt sie an einer Kette oder einem Seil, welches an der Decke befestigt ist. Outdoor kann es schon mal die Brücke oder ein Kran sein – Videos davon findet man zuhauf auf Instagram. Drückt man gegen die Stange geht’s in „Schieflage“ und zu allem Überfluss beginnt man sich dann auch noch zu drehen. Im Zirkus wird zuweilen die Pole während der Artistik nach oben gezogen.

Auch wenn es mir vom Zuschauen her zu heikel ist, würde ich in Studioatmosphäre gerne mal einen bodennahen Trick sowie einen einfachen Spin an einer Flying Pole wagen. Für eine ganze Trainingsstunde bin ich Realist: hierzu reicht meine Kraft hinten und vorne nicht.

Und um die Eingangsfrage selbst zu beantworten:

Für Tricks (inkl. Combos) mag ich die statische Pole am liebsten, da sie mir die größte Sicherheit gibt. Gerade am Trainingsende ist die Kraft rar und wenn man dann noch zusätzlich Energie für das Zupacken oder „in Position halten der Stange“ aufwenden muss fängt der Trouble an. Für Spins darf es aber schon mal die Spinning Pole sein, wobei die stangennahen Bewegungen einen gehörigen Drehwurm verursachen …

Wie sieht es bei euch aus: statisch, spinning oder flying?

 

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