#Polerina

by Rena Süßholz

Pole-Community: WINGS Poledance im Interview
© WINGS Poledance

Pole-Community: WINGS Poledance im Interview

Heute geht es nicht um Instagram, sondern um YouTube. Vor einer Weile habe ich den Kanal WINGS Poledance entdeckt und bin hellauf begeistert. Mit viel Liebe und Leidenschaft werden hier regelmäßig Tutorials, erste Schritte von YouTubern an der Pole sowie aufwendig produzierte Specials gepostet. Filmemacherin & Polerina Lisa erzählt in meinem Interview wie sie zum Poledance kam, ob sie schonmal mit Vorurteilen zu kämpfen hatte und was das Beste am Polesport ist.

WINGS Poledance im Interview:

Lisa Maier kommt aus der Nähe von München und trainiert seit 2014 Poledance. Doch wie kam es eigentlich dazu?

Lisa: Ich habe mich schon immer für besondere Sportarten interessiert. Als ich dann ein Video auf YouTube entdeckt habe, musste ich diese Sportart unbedingt ausprobieren.

Da haben wir auf jeden Fall was gemeinsam. Besondere Sportarten haben mich auch von klein auf fasziniert. Gerade was das Tanzen betrifft, ist das Repertoire schon breit gefächert: von Ballett über RocknRoll hin zum Burlesque und Poledance. Das dürfte bei dir dann wohl ähnlich sein?

Lisa: Ja, ich habe drei Jahre lang Standard und Latein getanzt. Sowie Hip Hop, Breakdance, Jump Style, usw. – leider habe ich darin kein Talent xD Sieht bei mir etwas verkrampft aus, aber es hat trotzdem Spaß gemacht!

Auf den Spaß kommt es ja im Endeffekt an. Was müsste passieren, dass du deine Leidenschaft am Poledance verlierst?

Lisa: Ich weiß nicht. Vielleicht, wenn ich trotz Training keine Fortschritte mehr mache oder ich aus körperlichen Gründen die Sportart nicht mehr ausüben kann.

WINGS Poledance Training
© WINGS Poledance

Apropos Training. Wie oft in der Woche bist du im Polestudio?

Lisa: Nur ein bis zweimal die Woche.

Hast du ein aktuelles Trainingsziel, wie zum Beispiel die Teilnahme an Wettkämpfen?

Lisa: Meiner Meinung nach bin ich für Wettkämpfe bislang nicht gut genug. Im Moment versuche ich mich mehr zu stretchen, damit ich endlich den Spagat kann. Aber auch im Rücken- und Schulterbereich gehe ich bewusst in die Dehnung, weil ich gemerkt habe, dass ich bei einigen Figuren an meine Grenzen stoße. An der Kraft scheitert es nie, aber ich bin einfach nicht flexy genug.

Deine bisher größte Herausforderung?

Lisa: Der Handspring oder auch die Aysha/ Ayesha. Da komm ich einfach nicht hoch und von oben kann ich die Figur nicht halten.

Und dein absoluter Lieblingstrick?

Lisa: Ich mag gerne den Cupid. Generell eigentlich alles was man mit dem Outside Leghang machen kann. Der böse Inside tut so weh xD

Und jetzt die Gretchenfrage: spinning oder static?

Lisa: Spinning sieht einfach besser aus. Für static muss man schon sehr gut sein, damit das nicht langweilig aussieht.

Poledance hat sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland stark entwickelt. Praktisch in jeder größeren Stadt gibt es Polestudios und die Akzeptanz als Sportart war nie größer als heute. Hattest du trotzdem Mal mit Vorurteilen zu kämpfen?

Lisa: Der Ex-Freund meiner Schwester meinte mal, dass er mit ihr Schluss macht, wenn sie mit Poledance anfangen würde. Tja, Vollidiot. Jetzt hat sie einen Freund, der nicht so beschränkt ist. 🙂

WINGS Poledance Kidspole
© WINGS Poledance

Wie stehst du zu Kidspole, Exotic Pole und Striptease? Hast du letzteres schonmal ausprobiert?

Lisa: Kidspole? Klar gerne, wenn es den Kids Spaß macht! Auf meinem YouTube Kanal äußere ich mich oft zum Thema Exotic/ Striptease. Exotic Pole finde ich vollkommen in Ordnung, solange man es eben im Internet nicht übertreibt. Ich habs auch schon ausprobiert, aber ich bin nicht so talentiert. Striptease hat im Internet nichts zu suchen und ist auch nicht mein Fall. Poledance ist für mich ausschließlich eine Sportart.

Und was findest du am Polesport am besten?

Lisa: Das es einfach was Besonderes ist und toll aussieht. Es macht immer Spaß. Im Fitnessstudio habe ich zum Beispiel nur auf die Uhr gesehen und gehofft, dass die Stunde endlich vorbei ist. Das passiert mir im Poledance-Training nie.

Und wird es hoffentlich auch nie 🙂 Vielen Dank für deine Zeit!

 

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