#Polerina

by Rena Süßholz

Pole-Community: Spagat lernen mit Sisers Stretching (Teil 2)
© Sisers Stretching

Pole-Community: Spagat lernen mit Sisers Stretching (Teil 2)

“Dreams don’t work unless you DO!” – Polerina Steffi gibt in meinem Interview Tipps für Stretching-Anfänger, erklärt wie sich Muskelkater von einer Muskelzerrung unterscheidet und warum auch fortgeschrittene Stretcher vom Sisers Stretchingprogramm profitieren.

Stretching-Interview mit Stefanie Iser

Steffi hat das erste deutschsprachige Online-Stretchingprogram für Tänzer entwickelt. Um ihren ersten Touchdown im Damenspagat zu erreichen hat es 1,5 Jahre gedauert.

Endlich Spagat lernen: Das richtige Stretching ist hierbei das A und O.

Wie lange sollte man als Anfänger am Stück stretchen und ist es egal, ob man seine Stretcheinheit vor der sportlichen Aktivität (z.B. Krafttraining, Pole-Tricks etc.) absolviert oder danach?

Steffi: Es ist wichtig, dass man zu Beginn nicht Vollgas stretcht und seinen Körper überfordert. Deswegen erstmal anfangen mit 30-40 Min. und dann kann man auch auf 60-75 Min. erhöhen. Ich würde auf jeden Fall empfehlen für intensive Spagattrainings extra Einheiten zu planen. Natürlich kann man aber z.B. auch kürzere Einheiten als Pole ‚Warm Up‘ nutzen und dann gleich seine vorgedehnten Muskelpartien in den Figuren einsetzen.

Man kann auch nach dem Laufen stretchen, nach dem Krafttraining, nach einem Workout etc.! Es ist immer nur wichtig, trotzdem die Muskelpartien, die man für den jeweiligen Spagat benötigt extra aufzuwärmen!

Viele glauben leider, dass man z.B. nach einem Poletraining warm genug ist, rutschen dann in den Spagat und verletzen sich.

Stretchingprogramm für Tänzer
© Sisers Stretching

Wenn man z.B. nach dem Poletraining stretcht, sollte man trotzdem seine Hüfte mobilisieren 3-5 verschiedene aktive Übungen durchführen und dann trotzdem auch noch in den verschiedensten passiven Übungen stretchen, nicht nur in der Spagatposition.

Beim Krafttraining muss man nur aufpassen, wenn man Maximalkraft trainiert und seine Muskelkraft bis zum Muskelversagen ausschöpft (z.B. Hypertrophietraining). Danach sollte man diese Muskelpartien nicht mehr stretchen. Betrifft tatsächlich nur das Maximalkrafttraining, bei Kraftausdauer und normalen Krafttrainings (ohne Muskelversagen) ist das Stretching danach kein Problem.

Grundsätzlich kann man fast immer nach oder vor einem Training stretchen, man sollte jedoch auch intensiv lernen auf seinen Körper zu hören, denn wenn man schon 3 Stunden Training hinter sich hat und müde ist, sollte man danach einfach nur regenerieren und nicht noch eins drauf setzen mit dem Stretching! Oder wenn es sich nach dem Training einfach nicht gut anfühlt, dann sollte man auch auf dieses Zeichen hören und lieber eine extra Einheit vornehmen.

Fazit: Ja, es ist egal! Das Warm-up ist trotzdem wichtig! Auf den Körper zu hören hat oberste Priorität.

Stretchingfigur mit Stefanie Iser
© Sisers Stretching

Benötigt man ein „Standard-Equipment“ (z.B. Yogablöcke, Gummis etc.), um erfolgreich dehnen zu können?

Steffi: Eine Matte und Yogablöcke sind SUPER, aber kein Muss! Grundsätzlich benötigst du nur einen gesunden Körper, Willensstärke und Durchhaltevermögen um erfolgreich stretchen zu können! 😀

Was sollte man als Anfänger auf keinen Fall machen?

Steffi:

  • Ohne Warm-up stretchen
  • von 0 auf 100 Vollgas geben
  • sich in Positionen hineinzwingen, wofür der eigene Körper noch nicht bereit ist

#dontdothis

Wenn man es mit dem Spagat lernen übertrieben hat: Wie unterscheidet sich eine Muskelzerrung von einem Muskelkater?

Steffi: Ein Muskelkater spürt man meistens großflächig. Der ist unangenehm, aber vergeht auch wieder nach einigen Tagen. Eine Zerrung bzw. Verspannung bzw. Verklebung der Faszien schmerzt meist viel mehr und häufig an einer bestimmten Stelle! Es sticht meist unangenehm und vergeht auch nicht so schnell.

Bendiness mit Steffi
© Sisers Stretching

Bitte beende den Satz: „Flexibilität bedeutet für mich …“

Steffi: Harte Arbeit wodurch sich eine Leidenschaft entwickelt hat!

Eine Leidenschaft, die zur Berufung geworden ist. Was erwartet uns in den nächsten Jahren bei Sisers Stretching?

Steffi: Puh … ganz schön viel 😀 Natürlich viele Workshops im deutschsprachigen Raum, jede Menge Motivation in verschiedensten Formen, ganz viele Videos zum Mitmachen UND ganz wichtig: viiiiiiiele Stretchingerfolge der fleißigen flexy Ladies, die gerade dabei sind ihre flexy Träume zu verwirklichen!

Spagat lernen
© Sisers Stretching

Ist die Mitgliedschaft auch etwas für fortgeschrittene Stretcher?

Steffi: Natürlich! Sisers Stretching ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene! Jeder hat Schwachstellen und kann diese gezielt mit den Videos bearbeiten. Zusätzlich gibt es auch akrobatische Übungsvideos, wo man z.B. den Unterarmstand, Needlescale und die Brücke aus dem Stehen lernen kann. Ebenfalls gibt es viele Workouts die herausfordernd sind und man damit seinem Körper ganz neue Reize gibt.

Ich bekomme von vielen bereits flexy Trainerinnen (!) die Rückmeldung, dass sie durch das Programm

  1. mehr Zeit für sich und die eigenen Erfolge haben
  2. sich keine Übungen überlegen müssen und selbst mal durchs Stretching geleitet werden, was ganz angenehm ist und
  3. aus ihrer Komfortzone gehen und die Einheiten eher durchziehen als alleine!

Also ja, das Programm ist auf jeden Fall auch etwas für fortgeschrittene Stretcher! Absolut jeder ist herzlich Willkommen und kann sich einfach mal die gratis Stretchingwoche gönnen und selbst probieren, ob es das richtige für einen ist oder nicht.

Dreams don’t work unless you DO!

#goforit

Vielen Dank für deinen motivierenden Input!


Spagat lernen mit Steffi: Wer den ersten Teil des Interviews noch nicht kennt, kann ihn hier nachlesen. Topics: Poledance, Spagatmotivation u.v.m.

 

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