#Polerina

by Rena Süßholz

Meine erste Spagat-Stunde
© Katee Lue / Unsplash

Meine erste Spagat-Stunde

Ein Spagat ist nicht jedermanns Sache. Lange Zeit dachte ich, ich wäre dafür zu ungelenk. Nach dem Besuch einer Spagat-Stunde denke ich: alles ist möglich.

Hier geht es übrigens zu meinem ersten Blogartikel über Spagat an der Pole.

Im Gegensatz zum Poletraining waren in der Spagat-Stunde die meisten Mädels in langer Hose, Socken und Top anzutreffen. Und auch die Musik war alles andere als animierend. Stattdessen sorgte sie für eine sanfte Hintergrundbeschallung, die einem bei der Muskelentspannung wirklich sehr geholfen hat.

Das Warm-up im Spagat-Kurs war ein Ausrollen auf der Faszienrolle, respektive -kugel. Da ich seit zwei Jahren regelmäßig drüber rolle, habe ich da keinerlei Schmerzempfinden mehr – anders als die Teilnehmerin neben mir, die mit gequälter Miene ihre Oberschenkel bearbeitete 🙂

Männer- oder Damenspagat? Sprich sollen die Beine im Sitzen eine Linie bilden oder wenn man aus dem Stand langsam mit den Füßen entgegengesetzt auseinanderrutscht?

Nachdem die Frage geklärt wurde, ging es mit verschiedenen Kräftigungsübungen für die Beine weiter – alles abgestimmt auf das festgelegte Spagat-Ziel. Hierzu haben wir lange und kurze Stretchingbänder verwendet, um den Widerstand immer größer werden zu lassen. Meine Beine haben sehr oft gezittert und mir wurde bewusst, wie wenig Kraft ich tatsächlich in den Beinen habe. Ein Blick in den Raum zeigte schnell auf, wer bereits öfters da war.

Nach den Bändern kamen Yogablöcke zum Einsatz. Das sind ziegelgroße Schaumstoffblöcke, um die Dehnung zu unterstützen. Zum Beispiel, wenn man noch nicht in gebeugter Haltung mit den Händen den Boden berühren kann, so greift man erstmal zum Block und verharrt somit leichter in der Dehnung. Manche Übungen “gingen” mir auf die Arme, das passiert durchtrainierten Sportlern natürlich nicht 🙂

Warum fand ich es für die Arme anstrengend? Weil bei Positionen in denen sich mit den Unterarmen abgestützt wird, man durch ein Verlagern des Gewichts auf die Arme, den Dehnungsschmerz in den Beinen etwas abfedert. Bei einem „Steifi“, wie mir nicht verwunderlich…

Partnerübungen Stretching
© Thought Catalog / Unsplash

Der dritte Part der Stunde bestand aus Partnerübungen.

Schonmal jemandem den Po geknetet? xD

Aber im Ernst, jede Übung hat tatsächlich Sinn ergeben und man hat unmittelbar gemerkt, wo es dadurch zieht.

So, und kurz vor Schluss, gab es dann „endlich“, die Möglichkeit einen Spagat auszuprobieren. Natürlich nur wer wollte und seine zitternden Beine unter Kontrolle hatte. Klar, dass ich es trotzdem wissen wollte. Nach einer Stunde intensiver Dehnung war ich so locker, wie noch nie und ich kann mir gut vorstellen, dass wenn ich das regelmäßig praktiziere, der Traum vom Spagat immer näher rückt. Gerade zu Hause kann man ja auch vor dem Fernseher mal eben ein paar Übungen machen.

Am nächsten Tag hatte ich übrigens Muskelkater 🙂

Was ist eure Spagat-Story? Ziel erreicht, vorher aufgegeben, spezielle Tricks?

Schreibt es in die Kommentare, ich bin gespannt!

 

Hinterlasse einen Kommentar