#Polerina

by Rena Süßholz

Gripmittel, Protectors & Co.
© V. Lind

Gripmittel, Protectors & Co.

Mittlerweile kann ich behaupten kein absoluter Pole-Newbie zu sein. Die Basiselemente sehen routiniert aus, Kopfüberfiguren sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Ebenso wie meine bewährten Ancle Protectors. Dass ich die Einzige bin, die sich Schienbein und Knöchel schützt, fällt mir gar nicht mehr auf. Zumindest bis zur letzten Trainingsstunde. Maya, meine neue Trainerin für den fortgeschrittenen Kurs, wollte wissen, ob ich ohne keinen Halt hätte. Das stimmte mich dann doch etwas nachdenklich. In erster Linie benutze ich die Protectors, um keine blauen Flecken im Schienbeinbereich zu bekommen. Einfach, dass der Schmerz am nächsten Tag so gering wie möglich ist. Netter Nebeneffekt: durch die Lackstreifen hat man einen besonders guten Halt an der Stange, sodass man selber nicht allzu viel Kraft aufwenden muss. Wirklich toll.

Wenn ich weiter darüber nachdenke, komme ich zum Schluss, dass ich mich ohne gar nicht mehr an die Stange traue.

Denn es könnte unnötig wehtun, blaue Flecken hervorbringen und mehr Energie als gewohnt kosten. Kraft, die ich immer noch nicht zur Genüge habe.

Mein Fazit: ich lasse die Protectors erstmal schön an. Gleichzeitig bin ich aber froh, dass ich in meiner Anfangszeit, darauf verzichtet habe, ebenfalls die  Oberschenkelprotektoren zu bestellen. Denn klar, je länger man die Haut an die Bewegungen am Stahl gewöhnt, desto weniger spürt man zukünftig dann Schmerzen. Das soweit zu den Protectors.

Jetzt zum Thema Pole-Gripmittel. Zum Beispiel Dry Hands oder eben andere chalkhaltige Mittelchen. Die sind ja nicht verpönt im Unterricht. Gefühlt benutzt die jeder.

Ich finde, das ist auch eine Form des Cheatens.

Durch den Grip, benötigt man viel weniger Kraft, um Figuren auszuführen, als ohne Mittel. Heißt im Endeffekt verbauen sich die Mädels, die das benutzen, den Weg zum schnellen Kraftaufbau. Ich persönlich habe ganze dreimal ein Pole-Gripmittel benutzt. Punkt eins. Für gewöhnlich hält man dann bombenfest. Man ist auf einmal fähig Tricks zu meistern, die man vorher aus Kraftgründen nicht geschafft hat.

Entsprechend geil ist dann das Erfolgserlebnis.

Darüber hinaus prägt sich der Ablauf, wie man in die Figur reinkommt, schneller im Körper ein. Punkt zwei allerdings. Ich bin ein absolutes Sensibelchen, was die Sensorik betrifft. Zeitungspapier zum Beispiel ist das reine Grauen für meine Hände. Ich halte die dann nach Berühren der Zeitung so steif, dass die gefühlt austrocknen. Jede Berührung die zwischen den Fingern dann erfolgt, verursacht Gänsehaut. Und so geht mir das mit vielen Oberflächen. Mit der Pole zum Glück ja nicht, weil die so schön glatt ist. Aber so ein Pole-Gripmittel, das ist echt so eine Sache. Nach Verreiben der Flüssigkeit würd ich am liebsten gleich zum Waschbecken rennen. Und je nach Mittel habe ich das leidige Gefühl, dass auch nach dreimaligen Hände waschen, die Substanzen noch nicht ab sind.

Wenn ich mir das so nochmal durchlese, hört sich das echt übertrieben & krass an. Aber möglicherweise kennt der ein oder andere das ja so ähnlich! Ich würd mich freuen, wenn ihr mir eure Tipps oder Lieblingsgripmittel schreibt.

PS: Handschuhe mit Lackstreifen für besseren Halt habe ich noch nie verwendet. Denn ich will den Kraftaufbau wenigstens in den Armen schnell vorantreiben (von blauen Flecken oder Schmerzen an den Händen habe ich bislang nicht gehört) und außerdem trau ich mich auch nicht in „voller Montur“ in den Kurs. Nun vielleicht, mache ich es künftig so, dass ich am Ende zu besonders schwierigen Figuren – und vor allem, wenn mich schon die Kraft verlassen hat, kurz Handschuhe überziehe. Einfach für das Erfolgserlebnis.

Was haltet ihr davon?

 

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