#Polerina

by Rena Süßholz

Eine Poledance Stange für daheim
© Michael Huard/ Unsplash

Eine Poledance Stange für daheim

Nach nur drei Monaten Training frage ich mich, ob es nicht an der Zeit für eine eigene Poledance Stange ist. Mittlerweile bin ich süchtig nach den Bewegungen an der Stange. Ich übe die Bodywave an Türrahmen, nehme Besen als Ersatz und denke ununterbrochen darüber nach, ob sich diese neu entfachte Leidenschaft über Monate, gar Jahre hinweg ziehen wird. Oder sobald ich eine Pole gekauft habe, abflacht und ich auf der Stange sitzen bleibe.

Aus reiner Neugier habe ich mich im Netz bereits informiert, wie es preislich aussieht und ob so eine Stange für zuhause überhaupt gut aufzustellen ist. Bei Amazon bin ich gleich auf ein Angebot für 50€ gestoßen. Eigentlich mit ganz guten Bewertungen. Aber gleichzeitig mache ich mir Sorgen, dass billig sich eben auch auf die Qualität auswirkt. Das eine solche Pole schneller kaputt geht, dass man die Übergänge der einzelnen Teile stärker spürt oder dass sie kippt und das am besten dann, wenn ich dranhänge. Die hochwertigen Marken Poledance Stangen liegen preislich natürlich meilenwert von diesem Schnäppchen entfernt. Ab 180€ gibt’s die X-Pole. Aber dann auch nur im Static-Modus. Möchte man den Spinning-Modus integriert haben, bedeutet das auch höhere Kosten.

Die Entscheidung
Was wenn ich so viel Geld ausgebe und nach zwei Monaten das Handtuch werfe?

Der Drang, neben dem regulären Unterricht zu üben, ist immens. Ich möchte schnell weit kommen, habe einfach Freude an den Bewegungen und kann gar nicht genug davon bekommen. Im Endeffekt habe ich mich für eine gebrauchte Spinning Pole von X-Pole entschieden. War mit 150€ ein Kompromiss. Bevor ich sie bestellt habe, bin ich mit dem Zollstock durch die Wohnung marschiert. Es gibt praktisch nur zwei Flächen, die in etwa genügend Platz bieten um die Stange problemlos aufzustellen. Das Wohnzimmer und das Schlafzimmer. Letzten Endes war der Radius im Wohnzimmer ein Tick größer – wenn auch nicht optimal. Fehlt nur noch die Pole.

Der Aufbau
Von wegen: “rückstandslose” Anbringung.

Ich hab sie zur nächstgelegenen Packstation senden lassen. War leider schwerer als gedacht. Hab für den Heimweg doppelt so lange gebraucht. Endlich angekommen, waren meine Arme reinster Wackelpudding. In der inneren Verpackung liegen mehrere Einzelteile in einem überdimensionierten Eierschalenkarton bereit. Da sich der Aufbau nicht ganz aus der Anleitung erschloss und ich auf Nummer sicher gehen wollte, gab es als Support Aufbauvideos auf Youtube. Trotzdem war es nicht einfach. Zumindest für mich Neuling nicht. Im Wohnzimmer liegt ein dicker Teppich, der für die Poledance Stange nicht wirklich geeignet ist. Hätte ich sie auf dem normalen Bodenteppich platziert, hätte ich die Verlängerungsstange benutzen können und die ganze Konstruktion ist „entspannt“. Aufgrund der 2cm des Extrateppichs passt die Verlängerungsstange nicht und ich muss  die Pole bis ans rote Ende der vorgeschriebenen Abmessung drehen.

Ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht, aber eine andere Option gibt es aktuell nicht. Sie bleibt also stehen. Fest zwischen Boden und Decke geklemmt. Und von wegen, rückstandsloser Anbringung. Schon jetzt sind graue Kreise an der Decke zu sehen. Kreise die vom hin und herschieben der Poledance Stange zustande gekommen sind. Nun gut, ich verdränge vorerst etwaige Malerarbeiten bei einem Auszug und probiere mich an meiner ersten Drehung. Ernüchtert stelle ich fest, dass die Pole, anders als die im Studio, über keinerlei Grip verfügt. Kaum Gebrauchsspuren aufweist und glatt wie sonst was ist. So als ob ich noch keine Kraft entwickelt hätte. Ich rutsche direkt runter und bin enttäuscht. Ein gutes Stück Arbeit liegt vor mir, ich muss viel kräftiger zupacken und Energie reinstecken, als ich es gewohnt bin.

Die Reinigung
Spezielle Reinigungsliquide für die Poledance Stangen sind richtig teuer.

Der zweite Punkt ist, dass ich noch nicht wirklich weiß, wie ich die Stange reinige. Im Unterricht gibt es Sprayflaschen mit irgendeiner Alkohollösung, die wir in regelmäßigen Abständen auf Tücher spritzen und damit dann die Stangen abwischen. Klar, gibt es auch hierfür einen Markt. Spezielle Reinigungsliquide für die Poledance Stangen. Richtig teuer. Dafür auch dermatologisch getestet, mit Duft und absolut fettlösend. Nach langer Recherche im Netz und in Supermärkten habe ich einen Chrom-Reiniger bestellt. Da ich nicht weiß, ob der gut für die Haut ist, plane ich ihn nach einer Trainingseinheit zu benutzen und danach auch direkt mit Küchenpapier die Stange trocken zu wischen. Innerhalb der Übungsstunde habe ich vor, die Stange mit einem normalen Polyestertuch zu reinigen.

Wie macht ihr das?

 

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Line

Habe mir auch eine gekauft! Trainiere aber weniger als gedacht zu Hause 🙁 Trotzdem: Ich bereue nichts!