#Polerina

by Rena Süßholz

Der feuchte Traum einer Polerina: Spagat an der Pole
© Klara Kulikova / Unsplash

Der feuchte Traum einer Polerina: Spagat an der Pole

Eine Polefigur mit Spagat unterstreicht die Ästhetik des Sports, ruft Begeisterung hervor und zählt nicht gerade zu den Anfängertricks. Nein, Splits runden das Können einer Poletänzer*in ab. Denn aus eigenen Erfahrungen weiß der Zuschauer, wie herausfordernd ein Spagat sein kann. Eine Kopfüberfigur an der Stange? Ist wahrscheinlich schwer, aber die Tänzer*in trainiert ja drauf. Ein Spagat hingegen, ist etwas was selbst Sportmuffel im Sportunterricht mal ausprobieren mussten – die Sache wird also greifbarer und damit umso beeindruckender.  

Spagat an der Pole

Klar, dass ich auch gerne einen Spagat können würde und ich es bei meinen Poletricks nicht bei den sogenannten Fake-Splits belassen möchte. Kurz zum Begriff Fake-Splits: das sind Figuren, bei denen mit einer optischen (räumlichen) Täuschung gearbeitet wird. Meist ist der Oberkörper schräg und so geneigt, dass die Beine etwas versetzt sind und man als Zuschauer, zumindest von vorne, den Eindruck hat, derjenige mache einen Spagat. Für Fotos funktioniert das ganz gut, wobei man trotzdem eine gewisse Gelenkigkeit braucht.

Was die Flexibilität anbelangt, halte ich mich für ziemlich ungelenk – verglichen mit anderen Tänzern. Neulich habe ich mal aus Jux ein paar Dehnübungen mit Hobbyfußballern gemacht.

Ich hab mich gefühlt, als wäre ich ein Gummimensch 🙂

Männerspagat Ballerina
© David Hofmann

Wer es noch nicht weiß: ich habe im Kleinkindalter mit Ballett begonnen und das jahrelang durchgezogen. Ich hatte Gruppentraining, Einzeltraining, Spitzentanz und kleinere Aufführungen. Seltsamerweise hatte ich in der Zeit allerdings nie das Bedürfnis Spagat können zu wollen. Die Dehnübungen habe ich zwar besten Gewissens mitgemacht, aber durch ausbleibenden Effekt, einfach gedacht:

Hey, ich bin körperlich dazu einfach nicht in der Lage.

Vor allem wenn die Eltern einem seit der Geburt predigen, man wäre „steifer“ als der Durchschnitt, akzeptiert man das doch relativ schnell. Mittlerweile mache ich Poledance, sehe auf Social Media Spagatchallenges und entdecke Kurse, die nur ein Ziel haben: einen in den Spagat zu bringen.

Ich denke jetzt nicht länger, dass ich das nicht könnte. Nein, ich bin sogar überzeugt davon, dass das super viele Leute hinbekämen, wenn sie nur wollten und richtig angeleitet würden. Als Polerina will man natürlich – Ausnahmen bestätigen die Regel, ist klar 🙂 – daher gibt es in vielen Polestudios auch spezielle Stretchingkurse.

Die Erfahrungen meines Spagat-Kurses möchte ich euch an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten. Hier geht es zu meinem Erfahrungsbericht.

Spagat an der Pole: Was sind eure Lieblings(fake)splits?

 

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++ poledance ++ love ++ thrill ++