#Polerina

by Rena Süßholz

5 Methoden zur Haarentfernung
© Mel Poole/ Unsplash

5 Methoden zur Haarentfernung

Haarentfernung für das Poletraining. Ich habe mich oft gefragt, wie andere Mädels es schaffen, komplett haarfrei zu sein. Egal ob man jetzt Volleyball spielt, Schwimmen geht oder an der Stange tanzt. Als Zuschauer in unseren Breitengraden ist man blanke Haut gewöhnt, eine Gorillabehaarung würde ablenken und Anlass zur Lästerei geben. Leider. Denn, und ich denke ich spreche hier für sehr viele Ladys: Körperpflege ist anstrengend und nervtötend. Manchmal auch schmerzhaft und zu allem Übel zeitfressend. Gibt es auf der Welt Orte, wo das Äußere nicht wichtig ist? Ich hoffe es. Muss aber auch zugeben, dass mir enthaarte Beine & Co. einfach besser gefallen. Man fühlt sich attraktiver und vor allem weiblicher.

Jetzt zurück zum Poledance. Für das Training oder eine Show gibt es die knappsten Outfits, die man sich nur vorstellen kann. Outfits, die den „Ladypart“ gerade so bedecken. Rasierpickel, gerötete Stellen oder Stoppeln tun mitunter nicht nur weh, sondern lenken, wie bereits erwähnt, von der Performance ab. Und das ist das Letzte, was man als Polerina will.

Auf der Suche nach der perfekten Methode zum haarfreien Body habe ich so einiges ausprobiert und auch wieder sein lassen. Unter anderem Enthaarungscremes: die totale Sauerei, Wirkungsdauer nicht zufriedenstellend und dann muss man meist noch nacharbeiten – und zwar großflächig und nicht nur vereinzelt. Hier meine Erfahrungen aka Top 5, die man sich mal anschauen sollte:

1. Teuer, schmerzhaft, aber wahnsinnig effektiv: der Laser

Okay, fangen wir gleich mal bei der exklusivsten Variante der Haarentfernung an. Entweder man frönt dieser zuhause mit einem Gerät ab 200€ oder man gönnt sich zum Teil unzählige Sitzungen bei der Kosmetikerin seines Vertrauens. IPL, SRH & Co. heißt das Laserangebot in den Schönheitssalons. Je nach Bereich fallen hier Kosten zwischen 35€ und >100€ an. Und das nur für eine Sitzung. Mit der ist es aber nicht getan. Schlimmstenfalls geht man über 1,5 Jahre ins Kosmetikstudio und ist immer noch nicht komplett haarfrei. Man geht nämlich nicht wöchentlich zur Sitzung, sondern nur alle 4-8 Wochen. Das Resultat kann man oft schon nach dem vierten Lasern sehen: Es wachsen weniger Haare nach, sie sind weniger dick und es dauert länger. Abhängig von der Körperstelle geht das mal schneller, mal langsamer und tut mal mehr, mal weniger weh. Denn die Intensität der Hitze wird von Mal zu Mal erhöht. Gerade bei empfindlichen Stellen ist das so schmerzhaft, dass man sich da nicht wirklich dran gewöhnen kann.

Ich denke der Laser ist für diejenigen geeignet, die mit einer „Haarstelle“ immens nicht zufrieden sind und langfristig sich viel Arbeit und Zeit ersparen möchten. Hierzu sei aber auch gesagt, dass es eine dauerhafte Entfernung nicht gibt. Einmal im Jahr sollte man sich schon nochmal mit einer Sitzung drum kümmern.

2. Augen zu und durch: Waxing/ Sugaring

Eine Methode die man ebenfalls sowohl im Kosmetikstudio als auch zuhause durchführen kann. Vorteil der Eigenarbeit: Man kann sich zwischen dem Abziehen des Wachses, seine Verschnaufpausen frei einteilen und kommt so wesentlich günstiger davon als im Waxingstudio. Andererseits kennt der Profi kein Erbarmen und führt dich schnell zum Ziel. Für Sensible eignet sich die Buchung von Sugaring. Der Unterschied zum Waxing besteht in der Richtung, wie man die Zuckerpaste/ das Wachs abzieht. Einmal in Haarwuchsrichtung und einmal entgegengesetzt. Schmerzhaft ist beides. Wobei ich mir hab sagen lassen, dass Sugaring schonender ist und weniger weh tut, daher die Empfehlung für Sensibelchen 🙂 Die Wirkung ist übrigens klasse, auch wenn nicht von Dauer.

3. Mehr Aua geht nicht: der Epilierer

Mein treuester Begleiter auf meiner hairfree-Mission ist der Epilierer. Zumindest für die Schienbeine. Man muss es nur oft genug machen, dann spürt man praktisch keinen Schmerz mehr. Pausiert man dann jedoch etwas länger, tuen die ersten Bahnen wieder sehr weh. Warum bin ich so begeistert? Die Wirkung dieser Haarentfernung ist mit ein bis zwei Wochen gut und man muss nur an wenigen Stellen mit dem Rasierer nacharbeiten. Nachteile: Wade und andere „fleischige“ Bereiche tun extrem weh. Einwachsende Härchen, wie beim Waxing treten auch hier auf. Zur Vermeidung dieser sollte man alle paar Tage mit einem Peelinghandschuh über besonders anfällige Stellen, zum Beispiel den Kniebereich, drüber rubbeln. Epilieren sollte man sich übrigens nicht am Tag des Poletrainings. Meine Haut ist kurz nach der Epilation uneben und „weiß“ gepunktet. Sieht nicht wirklich schön aus.

4. Mit einer Massage zum Ziel: das Schmirgelpapier

Natürlich heißt es nicht wirklich Schmirgelpapier, sondern ist bekannt als Peeling Pads, Haarentfernungspads oder schlicht Massagepads. Die Bezeichnung Schmirgelpapier trifft den Kern der Sache aber sehr gut. Werden bei der Holzberarbeitung die unebenen Stellen weg geschmirgelt, so werden mit den Pads die Haare in kreisförmigen Bewegungen (erst im Uhrzeigersinn, dann anders herum) abgetrennt. Das ganze geschieht wirklich sehr sanft. Es ist wie von der Werbung versprochen, eine Massage. Und das Beste: die Haare wachsen nach mehrmaliger Anwendung auch dünner nach. Jetzt das ABER. Ich weiß ja nicht, wie es bei anderen ist, aber erstens tuen die bearbeiteten Stellen im Nachgang weh und sind rot, zweitens erwischt man nicht alle Haare auf einmal und arbeitet dann mit Pinzette oder Rasierer nach und drittens ist die Kreisförmige Bewegung rechtsrum irgendwie so ungewohnt, dass es richtig anstrengend ist und man nicht effizient arbeiten kann. Vermutlich gibt sich das jedoch mit der Zeit.

5. Last but not least: der Rasierer

Der Klassiker der Haarentfernung, der an dieser Stelle natürlich nicht vergessen werden sollte. Zum Einstieg sehr empfehlenswert, da schmerzarm und leicht zu handhaben. Große Flächen sollten aber keinesfalls in Trockenrasur erfolgen. Denn dann ist die Gefahr von Rötungen und „Rasurpickeln“ am größten. Perfekt ist, wenn man die betreffende Stelle schön mit einer sanften Seife oder parfümfreien Duschgel einreibt und dann mit nur leichtem Druck Bahn für Bahn die Haare wegrasiert. Anschließend abspülen, abtupfen und eincremen bzw. einölen.

Was sind eure Favoriten bei der Haarentfernung? Schreibt es mir in die Kommentare!

 

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